24.04.2020: Bilder vom diesjährigen Eyecamp

Nepal Hilfsprojekt Eyecamp

Bild 1: Screening mit dem Buchstaben „E“

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Bild 2: Sehprüfung eines Schuljungen

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Bild 3: Augenärzte bei der Arbeit

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Bild 4: Medikamentenausgabe

 

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Bild 5: Augenoptikermeister bei der Sehprüfung

 

 

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Bild 6: Brillenanpassung und -ausgabe

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Bild 7: Freude über die neue EinDollarBrille

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Bild 8: Kleine Operationen vor Ort

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Bild 9: Die EinDollarBrille sieht klasse aus!

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Bild 10: Team Eyecamp4Chitwan 2020

24.04.2020: Projektbericht Eyecamp4Chitwan 2020

Eyecamp4Chitwan 2020            

 Ziel: langfristige Versorgung armer, sehbehinderter Menschen im Terai/Chitwan mit Brillen, Medikamenten und Durchführung erforderlicher Augenoperationen

 Projektdurchführung vor Ort: 21.02. – 17.03.2020

  Nepal Hilfsprojekt Brillenanpassung und -ausgabe

Länderhintergrund:

 Nepal gehört zu den 15 ärmsten Ländern der Erde und ist umgeben von den zwei mächtigen Staaten China und Indien, die beide eigene Interessen vertreten. Eine der ärmeren Regionen in Nepal ist das Terai, da hier – abgesehen von der Situation in den Städten – die meisten Menschen kaum über Einkommen verfügen. Viele arbeiten als Bauern, Tagelöhner oder im Niedriglohn-Bereich. Oftmals muss von ein oder zwei geringen Einkommen eine Großfamilie ernährt werden, da es kaum Arbeit in dieser Gegend gibt.

Eine Krankenversicherung, wie wir sie kennen, gibt es in Nepal weiterhin nicht. Erkrankt ein Familienmitglied müssen alle Behandlungen und Medikamente selbst bezahlt werden. Aus diesem Grund kommt es vor, dass Menschen an für uns leicht zu behandelnden Krankheiten jahrelang leiden oder gar versterben.

Nach wissenschaftlichen Studien leiden im Land ca. 44% der Bevölkerung unter Augenerkrankungen, davon 18% am Grauen Star – auffällig auch schon in jungen Jahren.  Ebenfalls sind viele Kinder bereits von Augenproblemen betroffen.

Gründe sind in der schlechten hygienischen Situation, Mangelernährung, verschmutztem Wasser, Staub und der intensiven Sonneneinstrahlung zu suchen. Dies kann bei Erwachsenen bis hin zur massiven Sehbeeinträchtigung bzw. Erblindung und somit zur Erwerbsunfähigkeit führen. Bei Kindern führt dies oftmals zu Benachteiligung in der Schule, da es ihnen schwerer fällt, dem Unterricht zu folgen.

Während beider Camps haben wir oftmals schon jüngere Menschen – ab ca. 35 Jahren angetroffen, die bereits unter Grauem Star litten.

Das diesjährige Team setzte sich wie folgt zusammen:

 Projektverantwortliche:

 Birgit Bauer, Dipl. Sozialpädagogin (FH)

Birgit Bauer unterstützt seit 2011 eine Drogentherapieeinrichtung und baute 2017 ein daran angeschlossenes Kinderhaus auf. Sie engagierte sich 2015 nach den Erdbeben in der Soforthilfe und Wiederaufbauprojekten. Zusammenarbeit für Eyecamp4Chitwan seit 2016 mit Katja Dörig.

 Katja Dörig, Dipl. Sozialpädagogin (FH)

Unterstützte vor dem Erdbeben Familien im Hochgebirge. Nach dem Erdbeben leistete sie Soforthilfe und half beim Wiederaufbau.  Derzeit widmet sie sich – neben kleineren Hilfsprojekten – schwerpunktmäßig der Finanzierung und Weiterentwicklung der Eyecamps in Nepal.

 Nepalesische Partner:

Support N Care, Ratnanagar

Die nepalesische Drogenhilfeeinrichtung Support N Care ist unser Hauptpartner in Nepal. Raj Bandhu Gautam, Präsident, übernimmt die Vorbereitung, Organisation und Logistik im Land.  Er verfügt über alle notwendigen Kontakte zu den lokalen Regierungen, um die Genehmigungen und Unterstützungen für das Projekt zu bekommen. Zahlreiche Treffen in den geplanten Durchführungsorten sind unerlässlich. Zusammen mit den jeweiligen Landräten werden die Ausführungsorte und Zeitpläne festgelegt. Auch die Durchführung in Schulen, Krankenhäusern sowie vorhandenen Health-Posts muss koordiniert werden, damit deren Tagesbetrieb und die Eyecamps parallel gut durchgeführt werden können.  Darüber hinaus ist er für die Absprachen mit den Mitarbeitern des National Eye Hospitals zuständig.

 National Eye Hospital, Barathpur

Das Krankenhaus unterstützt uns seit 2017 mit einem Team aus Ärzten, Optikern und Krankenschwestern. Narayan Koirala, der über viel Erfahrung in der Durchführung von Eyecamps verfügt, übernahm federführend die Koordination seines Teams und unterstützte Herrn Gautam bei der Vorbereitung. Der Augenarzt Hr. Rajendra und Hr. Koirala, Optiker mit Zusatzausbildung, waren bereits beim ersten Camp im Team. Das National Eye Hospital stellte uns wie im ersten Camp dankenswerter Weise einen Teil der Augenmedikamente kostenlos zur Verfügung.

 Shaheed Smriti Multiple Campus Chitwan, Ratnanagar

Wir hatten dieses Jahr das große Glück, dass Hr. Gautam Studierende der Sozialen Arbeit finden konnte, die ehrenamtlich mit sehr viel Engagement im Projekt mitarbeiteten. Ihre Hilfe war sehr wichtig, da sie vor allem bei der Registrierung, dem Screening, der Brillenanpassung sowie als Unterstützung der Krankenschwestern eingesetzt werden konnten.

 Deutscher Partner:

 EinDollarBrille e.V.

Die Vision der EinDollarBrille ist es, mehr als 150 Mio. arme Menschen weltweit (WHO – World Health Organisation) mit Neubrillen zu versorgen. Die Neubrillen mit einheitlichen vorgeschliffenen Brillengläsern der Stärken von -6,0 bis +6,0 Dioptrien sowie Brillenrahmen in mehreren Größen – quasi als Baukastensystem – stammten von ihnen. Die benötigten Brillengestelle und -gläser wurden von den Spendengeldern im Vorfeld der Camps gekauft. Während der Camps halfen sie mit kurzfristigen Nachlieferungen benötigter Gläser. Die Nepalesen mögen das Aussehen der Brille sehr und diese haben sich auch bei den hygienischen Verhältnissen im Land als sehr robust und langlebig herausgestellt. Die Brillen sind aus einem flexiblen Draht ohne jegliche Schrauben gebogen und halten Extrembelastungen wie z.B. eines fahrenden Autos aus – das ist ein unschlagbarer Vorteil gegenüber herkömmlichen Brillen.

Finanzierung:

 Alle deutschen Helfer arbeiteten ehrenamtlich und haben ihre Flüge und Hotels vor Ort selbst gezahlt. Raj Bandhu Gautam, Präsident von Support N Care, und sein Team arbeiteten ebenfalls unentgeltlich, ebenso die vielen Helfer des Shaheed Smriti Multiple  College. Die Ärzte und Krankenschwestern des National Eye Hospital wurden entlohnt. Die Dörfer stellten die Räumlichkeiten kostenlos oder gegen eine freiwillige Spende zur Verfügung.

Von den Spendengeldern wurden die erforderlichen medizinischen Geräte sowie Brillenrahmen, -gläser, -etuis mit Putztüchern und Medikamente gekauft.

Der Transport zu den Eyecamps, die Verpflegung des Teams mit Essen und sauberen Wasser vor Ort wurde ebenfalls über Spendengelder finanziert.

Die Camps wurden in den Medien bekannt gemacht und mit Bild- und  Videoaufzeichnungen dokumentiert. Vor Ort waren Tuktuks eingesetzt, um mittels Lautsprecher auf die Camps aufmerksam zu machen.

Die Camps wurden vollständig aus Spendengeldern von den Projektkonten „Eyecamp4Chitwan“ bzw. „Höhenmeter4Nepal“ der Freunde Nepals e.V. finanziert.

Birgit Bauer und Katja Dörig waren sehr aktiv und kreativ beim Spendensammeln: viele Nepalabende mit Bildervorführungen und Benefizkonzerten von Bands im süddeutschen Raum etc. Bedanken möchten wir uns auch bei privaten Initiativen von Schulkindern und Firmen, die uns bei der Finanzierung der Camps unterstützt haben.

Bilanz Eyecamp4Chitwan 2020:

Insgesamt führten uns die sieben Camps in sehr unterschiedliche Regionen im Terai: Teils am Stadtrand gelegen, wo wir auf viel Armut getroffen sind – Familien von Tagelöhnern und/oder Angehörige der niederen Kasten. Dann in abgelegene Dörfer in der Dschungelregion, deren Bevölkerung sich durch die Bewirtschaftung der umliegenden Felder ernährt sowie weit in den Bergen gelegene, sehr einfache Dorfsiedlungen.  An fünf Standorten (Tadi, Rapti, Mardi, Support N Care bei Ratnanagar sowie Siddhi) waren wir im Jahre 2017 gewesen. Dort konnten wir damals den großen Bedarf nicht decken und versprachen zurückzukehren. Ein für uns emotional wichtiges Camp in Maghauli – einem Ort, in dem erst seit einigen Jahren aus dem Nationalpark ausgesiedelte Menschen leben – konnte auf Grund der auch in Nepal einsetzenden Pandemie-verordnungen in diesem Jahr leider nicht durchgeführt werden.  Wir holen dieses Camp definitiv 2022 nach. Es gelang uns jedoch an dem Tag kurzfristig die Erlaubnis zu bekommen, in der Schule von Ratnanagar ein Camp durchzuführen. Hier screenten wir nicht nur die Augen von Schulkindern, sondern auch von Bewohnern der umliegenden Ortschaften. Hier leben auch viele von der Regierung aus dem Nationalpark umgesiedelte verarmte Menschen. Zum ersten Mal führten wir ein Camp im entlegenen Dahakhani in der Berggegend aus. Bei Support N Care wurden neben den Klienten der Einrichtung die umliegenden Dörfer mitversorgt. Hier ist eine vollkommen verarmte Chepanggemeinde in der Umgebung besonders zu erwähnen.

Unser Team bestand durchschnittlich aus ca. 30 Personen (davon bis zu 10 aus Deutschland) bestehend aus Augenärzten, Optikern, Krankenschwestern sowie Helfern.

Insgesamt wurden bei 2100 Menschen die Augen gescreent, Augenuntersuchungen durchgeführt, notwendige Medikamente verabreicht, kleine Operationen direkt vor Ort durchgeführt sowie Neubrillen angepasst und kostenlos an die Bedürftigen ausgegeben. Für 43 Nepali werden nach den Camps und nach Beendigung der durch Corona bedingten Ausgangssperre die notwendigen Augenoperationen – überwiegend Grauer Star – in der Augenklinik durchgeführt und gezahlt.

Eine erfreuliche Bilanz: In den diesjährigen sieben Camps wurden sogar mehr Brillen ausgegeben als in 2017 bei neun Camps: 992 Brillen im Gegensatz zu 988 im Jahr 2017. Der Bedarf an diesen Eyecamps in der nepalesischen Bevölkerung ist unvermindert sehr groß. Wir werden unsere Camps im 2-jährigen Turnus fortsetzen und die Zeit zwischen den Camps zum Spendensammeln nutzen.

Verbesserungen 2017 zu 2020:

Wir haben aus den Eyecamps 2017 gelernt und folgende Verbesserungen in diesem Jahr vorgenommen:

  • Visitenkarten mit Ansprechpartnern

Wie schon in 2017 bekamen die Menschen Ihre Untersuchungsdokumentation mit nach Hause, auf welchem die Sehstärke, Diagnose, Adressen von Support N Care sowie National Eye hospital vermerkt sind. Es stellte sich aber in der Vergangenheit heraus, dass die Menschen manchmal diese Zettel nicht mehr finden konnten. Aus diesem Grund haben wir in die Brillenetuis jeweils eine Visitenkarte mit den Kontaktdaten eingelegt, damit diese nicht mehr verloren gehen kann.

  • Unterweisungen in Augenhygiene

Bei der Anpassung der Brillen/Medikamentenausgabe wurden den Menschen noch Hinweise zur Augenhygiene übermittelt. So wurden die Menschen z.B. darauf hingewiesen, nicht mit ungewaschenen Händen in die Augen zu greifen. Die Pflege der Brille gehörte ebenfalls zu diesen Aufklärungen.

  • Nachhaltiges Brillendepot

Weiterhin verbleiben Ersatzgestelle und -gläser in unterschiedlichen Stärken in Nepal, so dass die Menschen bei Verlust/Beschädigung der Brille, Veränderung der Sehstärke etc. einen Ansprechpartner haben und Hilfe erhalten können. Diese Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig und hat sich bewährt.

Ablauf eines Eyecamps im Detail:

 Die Fahrt zu den teils abgelegenen Dörfern erfolgte in einem off-road-tauglichen Bus bzw. Jeeps. In den uns zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten der Schulen oder Health-Posts gab es oftmals nicht ausreichend Räume, sodass die wenigen Räume den Augenärzten und Optikern vorbehalten waren. Alle anderen Eyecampstationen wurden im Freien aufgebaut, wo wir aus Planen einen provisorischen Sonnenschutz bastelten. Manchmal nutzten die Helfer auch Regenschirme als Sonnenschutz aus Mangel an Alternativen.

Folgende Stationen waren zu durchlaufen:

  1. Registration –
    hier bekamen die Menschen Ihren fortlaufend nummerierten Untersuchungszettel. Auf diesen waren Name, Alter, Geschlecht und Adresse notiert.
  2. Screening –
    es wurde mit Sehtafeln mit dem Buchstaben „E“ gearbeitet. Die Menschen mussten per Handzeichen die offene Richtung des Buchstabens E anzeigen. Die deutschen Helfer arbeiteten wie schon beim ersten Eyecamp mit nepalesischen Helfern und Übersetzern zusammen.
  3. Konsultation Augenarzt
  4. Vermessung der Sehstärke bei den Optikern
  5. Konsultation Krankenschwester für kleine Operationen
  6. Medikamentenausgabe
  7. Anpassung und Ausgabe der Brillen

Zwischen einem Eyecamptag vor Ort lag soweit organisatorisch möglich ein Ruhetag, der dazu genutzt wurde, die Rahmen, Gläser sowie Medikamente zu sichten, zu sortieren und das nächste Camp vorzubereiten. Es wurden auch von jedem Camptag umfangreiche Statistiken erhoben, um Erfahrungswerte für künftige Camps zu sammeln.

Zukunft der Eyecamps:

Der unverminderte Zulauf zu den Camps und die erfahrene Dankbarkeit der Menschen bekräftigt uns, mit den Eyecamps fortzufahren. Da wir die Camps überwiegend mit Kleinspenden finanzieren und Zeit brauchen, um die benötigten Spendengelder zu sammeln, finden die nächsten Eyecamps in Chitwan nach unseren Planungen wieder im Jahr 2022 statt.

Aktuell sind wir in den ersten ganz behutsam beginnenden Planungen, ob wir es mit unseren Erfahrungen wagen können, in einer sehr entlegenen Himalayaregion ein Eyecamp zu organisieren. Dieses soll zwischen den Camps in Chitwan liegen. Wir planen, dieses bereits im Herbst 2021 durchführen zu können.  Dieses Camp zu organisieren, ist viel aufwändiger, da die Anreise einen einwöchigen Fußmarsch von bis zu siebenstündigen Tagesetappen erfordert. Darüber hinaus muss die komplette Ausrüstung muss in die unwegsamen Bergregionen geschafft werden. Hier ist es auch unerlässlich, vor Ort zu operieren. Die Erfolgsaussichten die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten, sehen die nepalesischen Ärzte als sehr gut an. Wir haben jetzt eine sehr lange Vorlaufzeit, um die Papiere zu organisieren, da wir sehr früh an die Projektplanung gehen.

Geplant sind hier zwei jeweils dreitägige Eyecamps: 1. Screeningtag / 2. halbtägiger Screening- und ganztägiger OP-Tag / 3. OP-Nachsorge und Sortieren Ausrüstung sowie Statistik.

Die Menschen brauchen Ihre Sehkraft, um einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können, um Geld für die Familie zu verdienen. Schulkindern können wir helfen, dem Unterricht zu folgen und Bildung ist der Schlüssel für eine Zukunftsperspektive. So kostet z.B. eine Graue-Star-Operation, an welcher auch schon sehr viele junge Menschen in Nepal erkranken, pro Auge 50 €.

Spenden könnt Ihr über folgende Bankverbindung:

Kontoinhaber: Freunde Nepals e. V.
IBAN: DE36300606010002526166

BIC (SWIFT-Code): DAAEDEDD
Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) München

Verwendungszweck: „Eyecamp“ oder

Die Spende kann steuerlich abgesetzt werden bis zu einem Betrag von 200 € ist der Kontoauszug ausreichend. Ab 200 € erhaltet Ihr eine Zuwendungsbescheinigung der Freunde Nepals e.V. Hierfür bitte unbedingt eine E-Mail an hoehenmeter4nepal@gmx.de schreiben mit Eurer vollständigen Adresse oder Ihr schreibt sie in die Banküberweisung.

Weitere Informationen zum Projekt Eyecamp

  • freunde-nepals.de Informationen über das Projekt sowie über die seit 1978 bestehende Hilfsorganisation                                        

In YouTube gibt es viele Videos zum diesjährigen Eyecamp. Bitte bei der Suche: Eyecamp 4 Chitwan eingeben.

Vielen herzlichen Dank allen Helfern zuhause und direkt vor Ort beim Eyecamp sowie den zahlreichen Spendern und Unterstützern in Deutschland!!!! Ohne Euch könnten wir unsere Arbeit nicht so erfolgreich machen!!!!

Namaste, Birgit Bauer & Katja Dörig und auch im Namen von Raj Bandhu Gautam, Support N Care

13.03.2020: 7. und letztes Eyecamp in Siddhi

Heute ging es noch einmal in die Hügelregion nach Siddhi. Die Leute sind sehr, sehr arm. Viele Menschen hatten  keine Schuhe an. Wie schon 2017 gab es viele Augeninfektionen zu behandeln und 6 Menschen brauchen eine Operation. 304 kamen ins Camp und 106 konnten wir eine Brille anpassen.  Alle Helfer mobilisierten noch einmal alle Kräfte bis Abends. Tolles letztes Camp!! Respekt an alle vor Ort – Ihr seid super!!

 

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12.03.2020: 6. Eyecamp in der Schule von Ratnanagar

Nachdem uns ein Eyecamp wegen Corona abgesagt worden war, beschlossen wir kurzfristig ein Camp in der government school von Ratnanagar durchzuführen. Alle Helfer waren sofort einverstanden, auch wenn es bedeutete, 3 Eyecamps hintereinander ohne Ruhetag zu machen. Vielen, vielen Dank an Alle – Ihr seid ein Superteam👍

So konnten wir heute 287 Menschen erreichen, davon sehr viele Kinder. 49 brauchten eine Brille und ein Mann benötigte eine Grauer-Star-Operation.

Die älteste Frau war übrigens 101 Jahre alt👍

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11.03.2020: 5. Eyecamp bei Support’N Care, Ratnanagar

Unser heutiges Eyecamp fand direkt bei Support N Care in Ratnanagar statt. Das Team um Raj war voll beschäftigt, die Organisation im Reha-Zentrum gut hinzubekommen. Und: Es klappte hervorragend!

Die Bilanz kann sich sehen lassen: 300 Menschen – 159 Brillen – 9 Operationen und viele glückliche, sehende Gesichter!!!

Danke allen zuhause und hier in Nepal! Nur zusammen sind wir stark!

 

 

08.03.2020: 4. Eyecamp in Dahakhani, Hillregion

Nach langem Bangen die erlösende Meldung: Wir riskieren es und führen das heutige Eyecamp in der Schule von Dahakhani durch. Die deutsche Helfergruppe ist wegen Krankheit von 8 auf 6 geschrumpft und auch der nepalesische Augenarzt ist noch nicht wieder auf den Beinen.  Die Mannschaft ist aber voll motiviert und es kamen in dieser einsamen Gegend exakt 200 Menschen zum Eyecamp. Wie viele Brillen es waren, steht noch nicht ganz fest. Das Ausgabeteam schätzte ca. 100.  Eine ganz besondere Story: Bei  einem 31jährigen Jungen, der beim Screening gar nichts sah, wurde eine besondere Form des Grauen-Stars auf beiden Augen festgestellt. Er benötigt eine spezielle Operation. Diese werden wir finanzieren. Der Tag heute war trotz weniger Menschen anstrengend, weil es im Terai von Tag zu Tag wärmer und schwüler wird.

Nun 2 Tage Pause: Happy Holi – das Fest der Farben in Nepal😀😀

Nachtrag: 130 Brillen wurden ausgegeben + 7 Operationen werden  finanziert.

 

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05.03.2020: 3. Eyecamp im Dschungel in Madi

Unser 3. Eyecamp fand im Dschungelgebiet statt. Unterwegs ging es durch die Bufferzone des Nationalparks. In Mardi gab es eine böse Überraschung: Wegen Corona wollten sie uns das ganze Camp verbieten. Es kostete viel Überredung und Verhandlungsgeschick von Raj, um die Verantwortlichen zu überzeugen.  Mit einer großen zeitlichen Verspätung konnte unser Camp im Hospital von Mardi dann endlich starten. Die Menschen warteten sehr geduldig. Die älteste Frau war 99 Jahre alt und erstaunlich rüstig. 324 Menschen wurden erfasst und gescreent. Sie hatten wieder viele Sehprobleme und 182 bekamen eine Brille. Auch die Augenärzte hatten alle Hände voll zu tun.  14 Menschen sind für eine Operation vorgesehen. Die Stimmung im Team ist super obwohl wir mit starken Erkältungen und Magen-Darm geschwächt sind. Wir halten für die Menschen durch!!!!!

03.03.2020: 2. Eyecamp in Rafti

Nach einer langen Fahrt mit dem Bus mit teils heftigen Straßen kamen wir in Rafti auf 600 m Höhe an. Die Menschen hier sind überwiegend Farmer und sehr arm. In der dortigen Schule fand unser Eyecamp statt. Wir rechneten mit 150 Menschen wie im Jahr 2017 aber es kamen viel, viel mehr: 340, darunter auch sehr viele Kinder aus der Schule. Die Menschen hatten erstaunlich gute Augen – nur 68 benötigten eine Brille. Es gab aber viele Augeninfektionen, die wir mit Medikamenten behandelten.  Viel Arbeit für die Helfer, aber Superstimmung und viele gut versorgte  Menschen. Danke an Alle vor Ort und zuhause, die uns unterstützen!!!

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