Eyecamp4Chitwan

Brillen-Hilfsprojekt

Ziel: langfristige Versorgung armer, sehbehinderter Menschen vor allem in abgelegenen Regionen in Nepal mit Sehhilfen sowie Durchführung erforderlicher Augenoperationen – vor allem Grauer-Star

Projektverantwortliche: Birgit Bauer und Katja Dörig, Freunde Nepals e.V.

Nepalesischer Partner: Support’N Care

Deutscher Partner: EinDollarBrille e.V.

Eyecamp4Chitwan 2017 mit 9 Camps erfolgreich abgeschlossen. Spender für alle erforderlichen Grauer-Star-OP’s wurden gefunden! Alle Infos hier auf der Website unter “Aktuelles“ und “Blog“. Es gibt auch einen ausführlichen Projektbericht über die Camps 2017 mit Videos auf der Website der Freunde Nepals e.V. unter folgendem Link:

Eyecamp4Chitwan

Eyecamp4Chitwan Februar/März 2020 mit Augen-OP’s direkt vor Ort in den abgelegenen Dörfern bereits in Vorbereitung.

Jeder Euro zählt! Je mehr Spendengelder, desto mehr Menschen können versorgt werden! Bereits jetzt müssen wir Spenden sammeln, Vorbereitungen treffen etc., damit die Camps 2020 starten können.

50 Euro kostet z.B. eine Grauer-Star-Operation, die die Sehkraft wieder herstellt und ein neues Lebensgefühl. 

Spenden könnt Ihr über folgende Bankverbindung:

Kontoinhaber: Freunde Nepals e. V.
IBAN: DE36300606010002526166 BIC

(SWIFT-Code): DAAEDEDD
Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) München
Verwendungszweck: „Eyecamp4Chitwan“

Die Spende kann steuerlich abgesetzt werden, bis zu einem Betrag von 200 € ist der Kontoauszug ausreichend. Ab 200 € erhaltet Ihr eine Zuwendungsbescheinigung der Freunde Nepals e.V. Hierfür bitte unbedingt eine Email an hoehenmeter4nepal@gmx.de schreiben mit Eurer vollständigen Adresse oder Ihr schreibt sie in die Banküberweisung.

Warum Chitwan und nicht die Himalayaregionen werdet Ihr Euch vielleicht fragen…

Nach vielen Gesprächen mit Landeskennern, Nepalis und den Freunden Nepals e.V. haben wir uns mit dem Terai für eine sehr arme Region Nepals mit wenig Touristen entschieden. Die Menschen dort haben noch viel mehr zu kämpfen als in den Bergregionen mit Trekkingtourismus und damit besseren Verdienst-möglichkeiten. Daher finden die Camps im Nepalesischen Tiefland statt.


Unsere Vision – Infos zum Projekt:

Laut einer Studie der WHO bräuchten mehr als 150 Mio. Menschen weltweit eine Brille, die sie sich aber nicht leisten können. Diese Menschen können nicht arbeiten, sich auf den schmalen Pfaden im Himalaya nicht mehr bewegen und Kinder können nichts lernen und nicht die Schule besuchen. Nepal ist das zweitärmste Land Südasiens und zählt zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Hier wollen wir bei Augenerkrankungen helfen!!

Bei vielen meiner Reisen habe ich, Katja Dörig, immer wieder erschütternd zur Kenntnis nehmen müssen: Große Teile der Bevölkerung leiden an Augenerkrankungen – allen voran der Graue Star – oder an Beeinträchtigungen der Sehleistung. Sie haben keine finanzielle Mittel für eine Graue Star – Operation (kann für 50 Euro pro Auge bereits gemacht werden in mobilen eye-camps), geschweige denn für Sehhilfen. In Nepal gibt es kein Sozialsystem, keine Krankenversicherung – nur mit Selbstzahlung wird man behandelt und bekommt Hilfe. Zusammen mit Josef Rosenberger habe ich bereits vor 3 Jahren ein Hilfsprojekt „Brillen für Nepal“ im entlegenen Tsum-Valley im Manaslugebiet gestartet und Altbrillen in die Dörfer gebracht. 

Die besondere Schwierigkeiten in den abgelegenen Regionen ist, dass es dort keine Straßen und Wege gibt, sondern häufig nur schmale, teilweise stark ausgesetzte Bergpfade. Die Menschen mit Augenproblemen sind oft nicht mehr in der Lage, den beschwerlichen Weg in die Städte auf sich zu nehmen, wo es eine Augenklinik bzw. Optiker gibt. Wenn dann müssen sie begleitet bzw. getragen werden. Die Begleitpersonen können aber die Dörfer nicht verlassen, weil dort ihre Arbeitskraft gebraucht wird. So bleiben Menschen mit vermindertem Sehvermögen oft jahrelang in ihren Dörfern, können nicht mehr sehen und vor allem auch nicht mehr mitarbeiten. Kinder können in der Schule die Tafelanschrift nicht mehr entziffern … – eine schreckliche Vorstellung für Sehende.

Im Khumbugebiet sprach ich mit dem Leiter des Khunde hospitals. Nur alle 2 Jahre gibt es dort ein Eyecamp, d.h. Augenärzte kommen in die Klinik und führen Operationen – vor allem Grauer Star – durch. Aber die Menschen müssen aus den abgelegenen höheren Dörfern alle hinunter nach Khunde kommen. Das kostet Geld ….

Vom 16.03. – 15.04.2016 waren Josef Rosenberger und ich in Kathmandu und im Khumbugebiet/Everest unterwegs – vorrangig um die Familien, die wir nach dem Erdbeben beim Wiederaufbau der Häuser unterstützt haben, zu besuchen.

Zudem hatten wir noch einige Hundert Sonnenbrillen (direkt in der Khumburegion sowie an ein Kinderheim und eine Schule in Kathmandu verteilt) und Altbrillen mit Stärke (gingen an ein Augenprojekt im Khumbu) im Gepäck.

Zukünftig wollen wir jedoch nachhaltiger helfen. Es ist weiterhin eine gute Sache, geprüfte Sonnenbrillen mit UV-Schutz in die Himalayaregionen zu bringen, wo die Sonneneinstrahlung immens ist.

Gespendete Altbrillen nehmen wir in geringem Umfang auch bei jeder Reise mit nach Nepal, weil sie den Menschen dort gute Dienste leisten. Wir haben jedoch eine Schwierigkeit festgestellt: Die Sehstärke der Alt-Brillen kann bestimmt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine gespendete Brille mit Sehstärke exakt zur Sehstärke des betroffenen Patienten passt, ist jedoch gering. Gläser auszutauschen ist mit Zusatzkosten verbunden. Geht der Rahmen kaputt, weil die Brille runterfällt, gibt es keinen Ersatz. Schrauben und Kleinteile sind anfällig. Der Aufwand für Reinigung, Transport, Zuordnung etc. ist auch nicht zu unterschätzen. So hat sich unsere Hilfstätigkeit weiterentwickelt …

Unser neues Projekt EYECAMP: Wir wollen in einem ersten Schritt erschwingliche Brillen nach Nepal bringen. Für das 1. Eyecamp wurde der Chitwan Distrikt im Terai gewählt. Grund: Die Bevölkerung ist verarmt, es gibt nicht so viele Touristen dort wie in den Himalayaregionen und mit Support’N Care haben wir vor Ort bereits einen nepalesischen Partner, zu dem seit 2011 enge Verbindungen über die Freunde Nepals e.V. bestehen.

Eine deutsche Optikermeisterin, Alexandra Wöllinger, von Durchblick Optik in Haar ist 2017 in Nepal dabei. Es wird in einem Team aus deutschen und nepalesischen Optikern zusammengearbeitet.

Geplant ist je nach Summe der Spendengelder, die wir sammeln können, ca. 1.000 Neubrillen mit einheitlichen Brillengläsern der Stärken von -6,0 bis +6,0 Dioptrien fertig geschliffen mit Brillenrahmen in mehreren Größen – quasi als Baukasten – ins Land zu bringen. Das hat den Vorteil, wenn man dann ein Depot in der Region lässt, dass bei z.B. Verlust eines Glases sofort ein Ersatz bereit steht. Mit „normalen“ Brillen ist das nicht so gut möglich. Wenn z.B. eine Schraube im Rahmen verloren geht dann ist die Brille oft wertlos, weil die Reparatur nicht möglich ist. Die Brillen, die uns vorschweben, sind extrem haltbar und quasi „unkaputtbar“. Anmerkung: Der nächste Schritt wird in den Eyecamps 2020 die Durchführung von Augenoperationen, vor allem Grauer-Star-Operationen, direkt vor Ort sein, da noch abgelegenere Dörfer aufgesucht werden. Augenoperationen konnten wir bereits 2017 dank der Zusammenarbeit mit dem National Eye Hospital in deren Klinik durchführen lassen. Es war für die Betroffenen aber oft sehr umständlich, dauerte manchmal mehrere Tage Anreise und die Kosten für die Anreise waren für einige Menschen finanziell nicht zu tragen. Daher wird das Eyecamp 2020 weiterentwickelt und es kann in einem mobilen Operationsteam vor Ort in den Dörfern in den Räumlichkeiten von Schulen oder health posts operiert werden.

Helft uns, möglichst viele Spendengelder zu sammeln!

Alle Kosten für den Einsatz der Optiker und des Hilfspersonals vor Ort in Nepal wird von den ehrenamtlichen Helfern selbst gezahlt!! Jeder Euro wird dazu genutzt, die Brillen zu beziehen, die Operationen zu finanzieren sowie die Eyecamps durchzuführen.

Bedanken möchten wir uns bei folgenden Optikern, die uns im Tsum valley und im Khumbugebiet mit Brillen unterstützt haben:

> Trendoptic Harras München

> Durchblick Optik Haar